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72h-Aktion 2013

72h - Kirchheim mach dich bereit

Vielleicht verfolgen sie die 72h-Aktion schon länger über das Internet, das Radio, im Fernsehen oder in der Presse... Vielleicht sind Ihnen in den letzten Tagen aber auch ein paar grüne Männchen begegnet... oder Sie haben Sie in Ihrem Laden, im Baumarkt oder in der Gärtnerei besucht.
Auch die Kirchheimer machten in ihren grünen 72h-T-Shirts die Straßen nahe der Teck unsicher.
Denn, bei der größten Sozialaktion Deutschlands durften wir natürlich nicht fehlen!



Donnerstags, am 13. Juni 2013, eröffneten einige engagierte Teilnehmer die Aktion, indem sie die feierliche Eröffnung in Esslingen besuchten. Dort fischten sie , zeitgleich mit den Vertretern anderer Aktionsgruppen, die Aufgabe, die uns Kirchheimer die nächsten 72 Stunden beschäftigen sollte, aus dem Neckar. Nach diesem gelungenen Auftakt ging es weiter nach Kirchheim/Teck, wo sich die anderen Terilnehmer bereits mit T-Shirts, Armbändern, Trillerpfeifen und Vuvuzelas eingedeckt hatten. Dass wir dieses Jahr eine Bauaufgabe übernehmen würden, war bereits bekannt. Dementsprechend dekoriert war der Marktplatz: ein Gerüst, Schubkarren, Spaten, Schaufeln und Leitern erwarteten uns bereits. Gespannt warteten wir auf die Enthüllung unserer Aufgabe. 

Nach dem (kurzen) Einüben unseres Kirchheimer Aktionsmotto „Kirchheim, mach dich bereit“ und einem kurzen Bericht von der Eröffnungsveranstaltung wurde unsere Aufgabe verlesen: Den Garten der Sultan Ahmet Moschee in Kirchheim in „blühendes Paradies mit Platz zum Grillen und Chillen“ zu verwandeln und für Sonntag ein großes, buntes Garteneinweihungsfest zu organisieren.
Schon die Aufgabe spiegelt die Besonderheit und die Vielfalt unserer Aktionsgruppe wider: Wir sind stolz uns die erste, interreligiöse Aktionsgruppe der Aktion nennen zu dürfen.

Die Teilnehmer unserer Aktion stammen aus dem KIZ, dem Kommunikationszentrum für interkulturelle Zusammenarbeit, der Sultan-Ahmet-Moschee Kirchheim und den katholischen Kirchengemeinden St.Ulrich und Maria-Königin. Es versammeln sich also Christen, Muslime und alle die sonst noch Lust haben, um gemeinsam etwas zu verändern. In unserem Fall: Den Garten der Moschee in der Kirchheimer Innenstadt.

Nach zwei Gebeten, einem christlichen und einem muslimischen (auf türkisch!), folgte ein (lauter) Zug durch die Kirchheimer Fußgängerzone, natürlich samt Bau- und Werkzeugen. Hinter der Moschee, direkt an der Lauter erwartete uns ein sonniges Fleckchen Erde.

 Aber die Blumenrabatten waren von teils meterhohem Unkraut überwuchert, unterbrochen einzig und allein von einer weißen Rose, die Bäume sahen schon langen keinen Schnitt mehr und der kleine Weg neben dem Beet war schon zugewuchert und deshalb kaum mehr erkennbar. Die Stufen hinauf zu einer kleinen Wohnung und dem Zugang zur Moschee vom Garten aus, bestanden behilfsmäßig aus einer Palette und darübergelegten Platte. Alles in allem war es verständlich, warum der Garten lediglich einmal im Jahr genutzt wurde.

Für unser weiteres Vorgehen wurden Bänke und Tische aufgestellt, um die wir uns versammelten und in kleineren Gruppen je einen Grundrisse des Gartens umgestalteten, erst einmal auf Papier. Dann wurden die Vorschläge gesammelt, diskutiert und entschieden. Von den Frauen der Moschee wurden wir bestens versorgt. Am Ende des Tages wurden die Anmeldelisten ergänzt (72 Personen+) und Namensschilder erstellt und wir teilten uns in die unterschiedlichen Einsatz-Teams für den nächsten Morgen.

Am Freitag, den 14.Juni gingen wir früh ans Werk. Die einzelnen Gruppen trafen sich bereits um 8.00 Uhr um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. Das Bau-Team legte die einzelnen Bauabschnitte fest und plante das genauere Vorgehen. Das Material-Team prüfte schon einmal verschiedene Quellen und begann mit der Beschaffung. Das Finanzierung-Team plante einen Kuchenverkauf, samt Glücksrad für den heutigen Samstag und kümmerte sich sowohl um die Kuchen, als auch um die Gewinne des Glücksrades und klapperte dabei alle Kirchheimer Läden ab. Ein Team mit der Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit pflegte und aktualisierte unsere Hompage auf der 72h-Seite (Anmerkung der Webmaster: Leider nicht mehr online) , organisierte einen Info-Stand für den Markt am Samstag und malte eifrig Plakate. Zu guter letzt hatten wir auch noch ein super Küchen-Team, dass uns rund um die Uhr versorgte. Dann ging es los:

Zu allererst wurde das Unkraut entfernt, die Bäume geschnitten und die Wege gesäubert. Dazu gehörte auch der einzige Zugangsweg von außerhalb, der bis dato keiner war und erst komplett zugänglich gemacht werden musste. An der Hauswand hoben wir Boden aus auf dem nachher eine vom Team organisierte Regentonne Platz finden sollte. Dann hoben wir eine 4x4m große und 20cm tiefe Fläche aus, die unsere Grillstelle werden sollte. Die Wurzeln der Bäume erschwerten diese Aufgabe. Mittags gab es Lahmacun, türkischer Fladen mit leckerem Belag, die hier jeden Freitag von Frauen der Moschee gebacken werden, und zwar für die ganze Mannschaft! Heute, am Samstag setzten wir unsere Arbeit fort. Baustopps, bzw. leisere Bauabschnitte wurden während der 5x am Tag stattfindenen Gebete erledigt. Ein paar unserer Gruppe durften beim Mittagsgebet in der Moschee zuschauen und bekamen nachher noch eine kleine Führung.

Zwischendurch bekamen wir Besuch von Presse und Radio, das heute sogar einen Bericht aus Kirchheim sendete!!!

Gerade werden die Platten der offenen Grillstelle betoniert, Sitzgelegenheiten organisiert, gebaut und gestrichen, eine Treppe gebaut und die Einladungen zum großen Grillfest ausgehängt. Das aus „Resterde“ erstellte Kräuterhochbeet, das Rosenbeet und andere Sachen wurden schon fertiggestellt. Sogar zwei Hängematten bekamen wir gesponsert!

Vom Kies und Schotter, bis hin zu Blumenkübeln, Kräutern, den Blumen selbst, Platten aus Restbeständen, Rüttler und Schaufeln bekamen wir fast alles geliehen oder gesponsert, den Rest kauften wir aus dem erwitschafteten Geld. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen Sponsoren und Spendern bedanken.

Auch unsere Gruppe ist in den letzten Tagen zusammengewachsen. Während anfangs noch klare Gruppentrennungen erkennbar waren (die einen hier, die anderen dort), merkten wir wie gemeinsame Arbeit zusammenschweißen kann und wie toll es ist eine andere Kultur und neue Leute kennenzulernen. Unsere Aufgabe bestand nicht nur in dem Gartenumbau und der Gestaltung, sondern in einer interreligiösen und interkulturellen Zusammenarbeit.

Dass versuchen wir auch in unserer Einweihungsparty am Sonntag, also morgen, umzusetzen. Wenn Sie also in der Nähe Kirchheim unter Tecks wohnen oder auch sonst einfach neugierig geworden sind, fühlen Sie sich herzlichst eingeladen zu unserem Einweihungsfest um 15.00 Uhr in der Sultan-Ahmet-Moschee.

 

Die 72h-Aktionsgruppe Kirchheim unter Teck


72h-Aktion 2009




 


„Wen schickt der Himmel?“ - „Uns schickt der Himmel!“

Wer es noch nicht wusste, dem wurde es lautstark verkündet in 72 Stunden sozialer Aktion in Kirchheim. Exakt 72 Jugendliche aus allen Schichten, Religionen und Schularten machten zusammen Kleines ganz GROSS.

Die wahrlich nicht leichte Aufgabe, die sozialen Verhältnisse in der Stadt unter die Lupe zu nehmen und sich mindestens 72 Aktionen auszudenken, um das, was oft kaum sichtbar ist, hervorzuheben, war eine starke Leistung, die die Aktionsgruppe bei weitem übertroffen hatte.


Am Sonntag beim Abschluss-Event auf dem Marktplatz standen 189 Aktionen zu Buche. Am eindrucksvollsten sicherlich die große Besuchsaktion im Kirchheimer Krankenhaus, bei der alle Patienten auf allen Stationen überraschend Besuch und ein kleines, liebevoll verpacktes Geschenk bekamen. Die Resonanz war groß, so groß, dass Jugendliche sogar am Sonntag gleich nochmal hingingen...


Ein großes Kompliment an alle Jugendlichen und HelferInnen für ein ganz starkes Stück Jugendarbeit in unserer Stadt, das Zeichen setzte.

Neben den vielen intensiven Erfahrungen und Erlebnissen bleiben auch gute Taten übrig:

Die Jugendlichen entscheiden sich, dem Aktionskreis behinderte (AKB) und dem Sozialfonds der Stadt Kirchheim für Kinder und Jugendliche je 500 Euro zu spenden. Darüberhinaus konnten am Sonntag noch für die beiden Friedenshelfer Barbara Gross (Argentinien) und Frieder Schumann (Ekuador) je 300 Euro gesammelt werden!


 

Sichtbar gebaut wurde diesmal nichts in Kirchheim - bleibend werden die Erfahrungen sein, die zeigen, was geschieht, wenn Jugendliche sich stark machen für eine gute Sache.

wm






     







72h-Aktion 2004